Weinanbaugebiete der Toskana
Inhalt
Eine Übersicht der Weinanbaugebiete in der Toskana
Fast jeder kennt den Chianti, aber nicht jeder weiß, dass es neben dem Chianti noch viele andere Weine in der Toskana gibt, die sich teilweise erheblich vom Chianti unterscheiden. Wer sich damit noch nie auseinandergesetzt hat, für den ist es zunächst wichtig zu wissen, dass die Weine in der Toskana zumeist nach den Regionen, in denen sie angepflanzt werden, benannt werden. Und die Region «Chianti» ist die größte innerhalb der etwa 60.000 Hektar umfassenden Weinanbaufläche der Toskana.
Zu sagen, der Chianti sei der «Beste» Wein der Toskana, ist falsch. Es gibt hervorragende Chiantis, aber auch hier kann es deutliche Qualitätsunterschiede geben. Hinzu kommt, dass es unterschiedliche Anbaugebiete innerhalb des Chianti gibt. Grob gesagt, macht der Chianti einen großen Teil des toskanischen Weinanbaus aus. Der Rest kommt aus kleineren Anbauregionen, die aber außerordentlich gute Weine hervorbringen können, wie den Vino Nobile di Montepulciano, oder den Brunello di Montalcino.
Die folgende Karte zeigt einige der bekannten Weingebiete an – dies hilft bei der geographischen Orientierung. Zu beachten ist, dass sich alleine die Chianti-Region (3) in mehrere weitere Chianti-Gebiete aufteilt. Wir haben, der Übersicht halber, daher lediglich das Anbaugebiet des Chianti Classico (4), das Größte und Bekannteste, mit aufgenommen.
Legende:
(1) Colline Lucchesi
(2) Montecarlo
(3) Chianti
(4) Chianti Classico
(5) Vernaccia di San Gimignano
(6) Montescudaio
(7) Val d`Arbia
(8) Bianco Vergine Valdichiana
(9) Bolgheri
(10) Monteregio
(12) Brunello/Rosso di Montalcino
(13) Vino Nobile/Rosso di Montepulciano
(14) Montecucco
(15) Elba
(16) Morellino di Scansano
(17) Bianco di Pitigliano
(18) Ansonica Costa dell´Argentario
Tipp von Toskanatour für Weintrinker:
Die „Cantina“ ist zum einen der Weinkeller im Weingut aber auch die regionale Genossenschaft, hier erhalten Sie neben Wein und Öl die Agrarprodukte der Region. Ein absolutes Highlight ist „Cantine Aperte“ am letzten Maiwochenende: Dann öffnen zahlreiche Weingüter in ganz Italien – auch viele in der Toskana – ihre Keller für Besucher, oft verbunden mit Verkostungen, kleinen Snacks und Musik. Ein wundervoller Tag für jeden Weinliebhaber.
Weingüter besuchen und Weinstraßen entdecken
Am schönsten lernt man die toskanischen Weine direkt beim Erzeuger kennen. Viele Weingüter bieten Führungen durch Weinberge und Keller mit anschließender Verkostung an – meist nur nach vorheriger Anmeldung. Einige Beispiele:
- Castello di Ama (Gaiole in Chianti): bekannt für seinen Chianti Classico – und für zeitgenössische Kunst, die zwischen Weinbergen und Keller ausgestellt ist, darunter Werke von Anish Kapoor.
- Badia a Passignano (Chianti Classico): ein Weingut der Familie Antinori rund um eine Abtei, deren Ursprünge bis ins 11. Jahrhundert zurückreichen.
- Bolgheri: Die Küstenregion ist die Heimat der „Super-Toskaner“ wie Sassicaia. Entlang der berühmten Zypressenallee nach Bolgheri reihen sich Weingüter und Enoteche.
- Montalcino und Montepulciano: In den Enoteche der beiden Städte können Sie Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano glasweise probieren.
Wer mit dem Auto unterwegs ist, folgt am besten einer der ausgeschilderten Weinstraßen (Strade del Vino), etwa der Strada del Vino Nobile di Montepulciano oder der Strada del Vino e dell’Olio Costa degli Etruschi an der Küste. Mehr zu den Qualitätsstufen lesen Sie bei der Klassifizierung der toskanischen Weine, und wer neben Rotwein auch Weißwein mag, findet Tipps bei den toskanischen Weißweinen.