Die Toskana: Berühmt für Rotwein, überraschend für Weißwein!
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Die Toskana ist für Rotwein berühmt – Chianti, Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano. Doch die Region hat auch spannende Weißweine: allen voran die Vernaccia di San Gimignano, die 1966 als erster Wein Italiens den DOC-Status erhielt, dazu Vermentino von der Küste, Bianco di Pitigliano aus der Maremma und Ansonica vom Monte Argentario, von Giglio und Elba. Hier finden Sie die wichtigsten Rebsorten, Weine und Gebiete.
Kurz-Antwort: Die wichtigsten Weißweine der Toskana
- Vernaccia di San Gimignano (DOCG): trocken, frische Säure, leicht bitterer Abgang
- Vermentino: mineralisch-frisch, von der Küste (Bolgheri, Maremma Toscana)
- Bianco di Pitigliano (DOC): vor allem aus Trebbiano Toscano, gewachsen auf Tuffstein
- Ansonica: von Monte Argentario, Giglio und Elba
- Vin Santo: süßer Dessertwein aus getrockneten Trauben, klassisch zu Cantucci
Rotwein-Land Toskana
Die wichtigste Rebsorte der Toskana ist der rote Sangiovese. Er prägt den Chianti und den Vino Nobile di Montepulciano; der Brunello di Montalcino wird zu 100 % aus Sangiovese gekeltert. Weißweine machen nur einen kleineren Teil der Produktion aus – gerade deshalb lohnt es sich, sie zu entdecken. Einen Überblick über alle Gebiete gibt unsere Seite Weinanbaugebiete der Toskana.
Die weißen Rebsorten der Toskana
Trebbiano Toscano
Die verbreitetste weiße Sorte der Toskana ergibt leichte, frische Weine mit Zitrusnoten. Sie ist Hauptrebsorte des Bianco di Pitigliano und wird zusammen mit Malvasia für den Vin Santo verwendet.
Malvasia
Die aromatische Malvasia Bianca Lunga bringt Duft nach Blüten und Steinobst in Cuvées und Dessertweine. Früher war sie – wie Trebbiano – auch Teil des Chianti-Verschnitts.
Vermentino
Vermentino gedeiht in den küstennahen Gebieten besonders gut und liefert frische, mineralische Weine mit Aromen von grünem Apfel, Zitrus und oft einem salzigen Hauch – ideal zu Fisch und Meeresfrüchten. Die Maremma gilt heute als wichtigstes Vermentino-Anbaugebiet auf dem italienischen Festland; seit 2023 gibt es in der DOC Maremma Toscana auch die Stufe „Vermentino Superiore“.
Vernaccia und Ansonica
Die Vernaccia wächst rund um San Gimignano und ist dort seit 1276 urkundlich belegt. Ansonica (in Sizilien Inzolia genannt) ist die typische Sorte der südlichen Küste und der Inseln. Daneben bauen viele Weingüter auch internationale Sorten wie Chardonnay und Sauvignon Blanc an.
Toskanische Weißweine im Überblick
| Wein | Gebiet | Status | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Vernaccia di San Gimignano | San Gimignano (Provinz Siena) | DOCG seit 1993 | 1966 erster DOC-Wein Italiens |
| Bolgheri Vermentino / Bianco | Bolgheri, Etruskerküste | DOC | Küstenklima, Meeresbrise |
| Maremma Toscana Vermentino | Provinz Grosseto | DOC | seit 2023 auch als Superiore |
| Bianco di Pitigliano | Pitigliano und Umgebung | DOC seit 1966 | vor allem Trebbiano, Tuffsteinböden |
| Ansonica Costa dell’Argentario | Monte Argentario, Orbetello, Capalbio, Manciano, Giglio | DOC seit 1995 | mindestens 85 % Ansonica |
| Elba Bianco / Elba Ansonica | Insel Elba | DOC seit 1967 | Ansonica, Trebbiano, Vermentino |
| Montecarlo Bianco | Montecarlo bei Lucca | DOC | Cuvées mit Trebbiano und anderen Sorten |
| Vin Santo del Chianti | Chianti | DOC | süßer Dessertwein aus getrockneten Trauben |
Weißwein-Reiseziele in der Toskana
San Gimignano
Die Türmestadt San Gimignano ist das Zentrum der Vernaccia. Viele Weingüter in der Umgebung bieten Verkostungen an; Weinproben und Touren finden Sie auch bei GetYourGuide.
Bolgheri und die Etruskerküste
Bolgheri ist vor allem für seine Rotweine bekannt, doch auch Vermentino hat hier seinen Platz. Die Weingegend lässt sich gut mit einem Strandtag verbinden – siehe Küstentour Bibbona – Follonica.
Maremma, Pitigliano und Monte Argentario
Im Süden verbinden Sie Vermentino aus der Maremma, Bianco di Pitigliano aus der Tuffsteinstadt und Ansonica vom Monte Argentario mit Badeurlaub und Thermen. Anregungen bieten die Küstentour Grosseto – Monte Argentario und unsere Seite zur Insel Giglio.
Zu Fisch, Meeresfrüchten und leichten Vorspeisen passen die toskanischen Weißweine besonders gut – welche Gerichte Sie probieren sollten, lesen Sie unter Toskana kulinarisch. Wer die Weine zu Hause genießen möchte, findet eine Auswahl an Weißweine der Toskana im Versandhandel.
Häufige Fragen zu Weißweinen aus der Toskana
Welcher Weißwein ist typisch für die Toskana?
Der bekannteste ist die Vernaccia di San Gimignano (DOCG). Typisch sind außerdem Vermentino von der Küste, Bianco di Pitigliano und Ansonica aus dem Süden.
Welcher Wein war der erste DOC-Wein Italiens?
Die Vernaccia di San Gimignano erhielt 1966 als erster italienischer Wein den DOC-Status; seit 1993 ist sie DOCG.
Wo wird in der Toskana Vermentino angebaut?
Vor allem in Küstennähe: in Bolgheri, in der Maremma (DOC Maremma Toscana) und auf Elba.
Was ist Vin Santo?
Ein süßer Dessertwein aus getrockneten Trebbiano- und Malvasia-Trauben. In der Toskana trinkt man ihn zu Cantucci, den harten Mandelkeksen.
Was passt zu toskanischem Weißwein?
Fisch, Meeresfrüchte, Vorspeisen und junger Pecorino. Vermentino passt besonders gut zum Cacciucco oder zu gegrilltem Fisch.







