Der Monte Prado

Der Monte Prado (2054 m) ist der höchste Berg der Toskana und befindet sich im Apennin, einem 1500 km langen Gebirgszug in Italien. Direkt auf der Grenze zur Emilia-Romagna gelegen, ist der Monte Prado von einigen höheren Bergen umgeben, wie beispielsweise dem Monte la Piella (2078m) und dem Monte Cusna (2121m), die jedoch auf der anderen Seite der Grenze liegen. Dennoch ist der Monte Prado als der höchste Punkt der Toskana ein sehr beliebtes Ausflugsziel.

Im Vergleich zu den schroffen Kalkbergen der westlich gelegenen Apuanischen Alpen, die an guten Tagen in der Ferne zu bestaunen sind, erwarten Wanderer am Monte Prado sanfte, gras- und buschbestandene Hügel aus Urgestein und entspannte Touren über einen aussichtsreichen Gratkamm.

Touren am Monte Prado

Die größte Herausforderung beim Besteigen des Monte Prado ist vermutlich die Distanz vom am nächsten gelegenen Ausgangspunkt, der 7 km horizontal und 1100 Höhenmeter entfernt liegt. Der Gipfel ist über eine atemberaubende Wanderroute über den Bergrücken des Hauptkamms des Apennin zu erreichen. Auf der Route müssen zunächst der Monte Cella und der Monte Vecchio erklommen werden. Der Ausgangspunkt der Wanderung befindet sich in einem kleinen Skigebiet, deshalb gibt es im Winter auch einige Skitouren auf dem Monte Prado.

Der Einstieg ist auf dem Parkplatz am Albergo Il Casone und folgt der Markierung 54 zu einem Ziehweg (Nicht der Skipiste folgen). Den Kamm erreicht man in Kehren, von wo aus der Weg durch einen Buchenwald bis zum Rifugio Cella (1650 m) führt. Ab dort geht der Weg weiter über Wiesen und verengt sich schließlich zu einem Pfad bis zu einem Steinmann. Ab dort wird der Weg deutlicher. Kurze Zeit später befindet man sich auf dem Pass Bocca di Massa (1816 m).

Dort hält man sich links, um über die Flanke des Monte Cella zum Passo de Scaglione und dann zum Monte Vecchio (1982 m) zu gelangen. Darauf folgt ein kleiner Abstieg von ca. 50 Höhenmetern in eine Scharte und anschließend führt die Wanderung über den Vorgipfel (2008 m) zum Monte Prado mit Markierungsstein und Steinmann.

Anreise zum Monte Prado

Den besten Ausgangspunkt Casone di Profecchia südwestlich des Passo delle Radici erreicht man sowohl von Florenz und Pisa, als auch von Bologna problemlos. Von Florenz und Pisa kommend nimmt man die Autobahn A11 nach Lucca und wechselt dann auf die SS12 in Richtung Abetone. Bei Borgo a Mozzano geht es auf die SP2 in Richtung Castelnuovo di Garfagnana und dann auf die SS324 Richtung Passo delle Radici und weiter bis Casone di Profecchia.

Von Bologna aus nimmt man die Autobahn in Richtung Modena. An der südlichen Ausfahrt von Modena fährt man auf die SS12 in südlicher Richtung nach Abetona. Bei Pievepelago wechselt man auf die SS324 über den Passo delle Radici und fährt von dort weiter nach Casone di Profecchia.

Weitere Urlaubsmöglichkeiten

Die Toskana ist immer eine Reise wert und es lohnt sich ein Ferienhaus in Italien zu mieten, um das Lebensgefühl und die Sehenswürdigkeit voll auszukosten. Wer im Urlaub gerne ein wenig Abwechslung hat, kann nach einer Wanderung auf dem Monte Prado in nur 2 Stunden Richtung Meer fahren. Marina di Massa ist ein kleiner Ort an der toskanischen Küste, der von den Bergen der Toskana gesäumt wird. Viele Urlauber kommen an diesen Badeort, um Berge und Meer miteinander zu verbinden.

Aktivurlauber, die nach einer Besteigung des Monte Massa weitere Touren unternehmen wollen, können die Apuanischen Alpen besuchen. Hier führen die Wanderwege durch Kiefernwälder und Bergwiesen und eröffnen Panorama-Blicke auf smaragdgrüne Bergseen.

Für ein wenig Kultur ist ein Abstecher in die Stadt Lucca empfehlenswert. Das historische Stadtzentrum mit den für toskanische Städte typischen kopfsteingepflasterten Gassen ist von einer gut erhaltenen Stadtmauer aus der Renaissance umgeben. Sie ist das bekannteste Wahrzeichen der Stadt, doch auch das Casa di Puccini, Geburtshaus des weltberühmten Komponisten und mittlerweile ein Museum, ist sehenswert. Die baumbestandenen breiten Wege auf den beeindruckenden Festungswällen des 16. und 17. Jahrhunderts laden zum Spazierengehen ein.

Letzte Aktualisierung: 20.04.2021

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Martina Pastore und Paul Gilmore
2021-04-20