Pietrasanta

Pietrasanta ist eine Kleinstadt in Italien mit 23.600 Einwohnern. Sie liegt in der Provinz Lucca im Norden der Toskana. Die Stadt liegt 30 Kilometer nördlich von Pisa am Rande der Apuanischen Alpen. Der Ortsteil Marina di Pietrasanta, der hier am Meer liegt, ist ein bekanntes Seebad.

Zu dem Gemeindegebiet gehören auch die Ortsteile Capriglia, Capezzano Monte, Strettoia, Traversagna, Vecchiuccio, Solaio, Vitoio, Castello, Vallecchia, Valdicastello, Africa, Macelli, Osterietta, Crociale und Marina di Pietrasanta.

Die benachbarten Gemeinden sind Forte dei Marmi, Camaiore, Montignoso, Stazzema und Seravezza.

Geschichte

Die heutigen Mauerreste weisen auf die Besiedlung schon zu römischer Zeit hin. Als das Gründungsjahr der Stadt gilt 1255, als Guiscardo Pietrasanta, der Namensgeber des Ortes, zu Fuß einer bestehenden lombardischen Bastion eine Siedlung errichten ließ. Später, im Mittelalter wechselte diese Herrschaft mehrfach zwischen den Stadtstaaten Genua, Florenz und Lucca.

Nach einem Schiedsverfahren ging durch den Beschluss vom Papst Leo X. im Jahre 1513 Pietrasanta und das Gebiet im Hafen von Motrone an Florenz über, unter dessen Herrschaft dies auch bis zur Einheit in Italien blieb. Im 17. und 18. Jahrhundert erfolgte, bedingt durch die vorherrschende Malaria, die Periode des Niedergangs.

Auch Leopold II., der Großherzog der Toskana und gleichzeitig Erzherzog von Österreich, förderte dann im 19. Jahrhundert den Wiederaufbau der Stadt und schuf durch die Errichtung der Schulen für Steinmetze eine wirtschaftliche Grundlage für einen Wiederaufstieg zur Bedeutung als eine Stadt des Marmors.

Sehenswürdigkeieten in Pietrasanta

Dom San Martino

Der Dom San Martino von Pietrasanta wurde im 14. Jahrhundert an der Stelle einer einstigen Kirche erbaut und im 17. und 19. Jahrhundert neu restauriert und somit verändert Der Glockenturm aus Backstein, der Campanile, entstammt aus dem 16. Jahrhundert.

Der Dom San Martino wurde bereits im 13. Jahrhundert in dem typischen romanisch-gotischen Stil erbaut. Am Anfang des 16. Jahrhunderts verkleideten die italienischen Baumeister die Fassade mit einem kostbaren Marmor. Ebenfalls sehenswert ist der Torre dell’Ore, der schon seit dem Jahre 1534 die Stunden schlägt.

Dom San Martino von Pietrasant
Dom San Martino von Pietrasant
Der Löwe auf dem Domplatz

Dieses majestätische Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert zeigt außen eine sehr elegante Fassade aus Marmor mit dem aus Backsteinen erbauten Glockenturm. Im Bauwerksinneren enthüllt sich manch erlesenes Kunstwerk. Hierzu zählen auch wertvolle Fresken. Desgleichen an der Piazza gelegen ist auch der Palazzo Moroni aus dem 17. Jahrhundert, welcher heute das archäologische Museum zeigt. Dies entführt die Touristen in prähistorische Zeiten, in das Mittelalter und auch in die Kunst der Renaissance. Auch das Stadttheater befindet sich hier.

Piazza vom Duomo San Martino

Daneben umrahmen noch weitere interessante Bauwerke den Domplatz – darunter ist auch der Palazzo Moroni, der im 17. Jahrhundert errichtet wurde und der heute auch das Archäologische Museum zeigt. An der Piazza können Urlauber sich gemütlich von einer Attraktion direkt zur nächsten flanieren. Dieser wird gesäumt von altehrwürdigen Gebäuden, Palazzi und einem besonders charmanten Mix aus Bars und Geschäften. Vor allem im Sommer wird die Piazza zudem zur Freiluftgalerie, wenn verschiedene Ausstellungen gezeigt werden.

Gastronomische Besonderheiten der Stadt

In Restaurants werden den Touristen kleine Kunstwerke serviert. Diese entstammen meist aus dem Meer. Auch feine Gemüsegerichte mit sehr frischen Kräutern und meist mit Rindfleisch kombiniert, kommen auf den Tisch. Zu den göttlichen Speisen werden Weine der Toskana angeboten.

Bisteccheria de Il Vaticano

Das Bisteccheria de Il Vaticano ist kein Restaurant für Vegetarier. In einem rustikalen Ambiente des historischen Gewölbes erwarten die Urlauber exzellente Fleischgerichte in der besten Qualität. Hierzu gehören Steaks, Tartar, Filet, T-Bones und vieles mehr. Alles ist perfekt gegart. Zudem wird das Fleisch von besonders frischem Gemüse begleitet. Ergänzt werden diese leckeren Hauptgerichte durch kleine Vorspeisen und Dolci. Dazu bekommen die Gäste eine gut sortierte Weinkarte. Für alle Fleischliebhaber ist das Il Vaticano ein absoluter Geheimtipp.

Die beste Pizza im “Pizza 55”

Im Pizza 55 der Via Guiseppe Garibaldi gibt es die allerbeste Pizza der Stadt. Hierzu gehören Ruccolapizza, Pizzabrote und auch vegetarische Pizzen. Die Speisekarte ist gut gefüllt mit vielen Klassikern und Neuheiten von gesund bis extravagant. Die Qualität überzeugt durch frischer Zutaten bei jeder Pizza.

Locanda di Bruni

Etwas versteckt auf einer kleinen Anhöhe liegt die Locanda di Bruni. Dieses gemütliche, kleine Restaurant überzeugt mit einer guten und vielfältigen Küche, von welcher Fleischesser und auch Vegetarier gleichermaßen mit großem Genuss satt werden. Vor allem stehen Meeresfrüchte, Gemüsevariationen, Suppen und Pasta auf der Speisekarte. Die ausgezeichnete Küche der Locanda di Bruno ist sehr bekannt.

Die Qualität hat sich sowohl unter den Einheimischen als auch unter den Touristen herumgesprochen, sodass die Locanda besonders abends von einem gemischten und fröhlichen Publikum gern besucht wird.

Das historische Zentrum

In den sehr engen Gassen der Altstadt werden den Touristen und Besuchern viele Denkmäler und Paläste aus vergangenen Zeiten begegnen.

Bei einem Spaziergang durch den Kern des Ortes kann die einzigartige Atmosphäre dieser toskanischen Stadt genossen werden. Die Kunstliebhaber dürfen sich in den vielen Galerien umsehen oder Ausstellungen besuchen, die stetig in dieser Kirche St. Augustinus und auch am Domplatz stattfinden.

Kunst in Pietrasanta
Kunst in Pietrasanta

Die Kultur wird im Ort ganz groß geschrieben. Dies zeigt sich an den vielen Märkten, den kulturellen Veranstaltungen, den Theateraufführungen, den Volksfesten und den Messen. Das schöne Flair machen auch die attraktiven Gärten und Parkanlagen und die ansehnlichen Villen von Pietrasanta aus.

Bilder mit freundlicher Genehmigung von Pixabay und RichardMc on Pixabay