Piombino – die Reise lohnt sich!
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Piombino kennen die meisten nur als Fährhafen nach Elba – zu Unrecht. Die Hafenstadt an der Südspitze der Etruskerküste hat eine kompakte, gut erhaltene Altstadt hoch über dem Meer, eine der schönsten Aussichtsterrassen der toskanischen Küste und mittwochs einen großen Markt. Wer vor oder nach der Fähre ein paar Stunden einplant, wird belohnt.
Wo liegt die Stadt?
Piombino gehört zur Provinz Livorno und hat rund 33.000 Einwohner. Die Stadt liegt auf einem Vorgebirge gegenüber der Insel Elba. Nördlich schließen der Golf von Baratti und die Etruskerstätte Populonia an, Nachbargemeinden sind San Vincenzo, Campiglia Marittima, Suvereto und Follonica.
Von der Schnellstraße aus prägt das große Stahlwerk das Bild der Stadt – Piombino ist seit über hundert Jahren ein Industriestandort. Die Hochöfen sind inzwischen stillgelegt. Hinter den Industrieanlagen versteckt sich eine Altstadt, die auf den Felsen über dem Meer gebaut ist.
Die Altstadt von Piombino: Sehenswürdigkeiten
Der schönste Weg führt einmal quer durch die Altstadt bis ans Meer – in dieser Reihenfolge:
- Torrione und Rivellino: Das alte Stadttor ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Der Turm stammt aus dem frühen 13. Jahrhundert, das halbrunde Vorwerk (Rivellino) wurde 1447 zur Verteidigung gegen Kanonen angebaut.
- Corso Vittorio Emanuele II: Die Fußgängerzone ist die Einkaufsstraße der Altstadt mit Geschäften, Bars und Eisdielen – abends flaniert hier die ganze Stadt.
- Palazzo Comunale: Das Rathaus geht auf den mittelalterlichen Palazzo dei Priori zurück und wurde im 20. Jahrhundert neu gestaltet; auffällig ist der Uhrturm.
- Concattedrale di Sant’Antimo: Die Kirche von 1374 verbindet Romanik und Gotik. Sehenswert sind das Taufbecken von Andrea Guardi und der Renaissance-Kreuzgang mit Marmorsäulen und den Wappen der Appiani, der früheren Fürsten von Piombino.
- Piazza Bovio: Die Aussichtsterrasse an der Spitze der Altstadt ragt wie ein Schiffsbug ins Meer. An klaren Tagen sehen Sie Elba, Montecristo und weitere Inseln des Toskanischen Archipels – der beste Platz in Piombino für den Sonnenuntergang.
- Marina und Porticciolo: Unterhalb der Piazza Bovio liegt der kleine historische Hafen mit Fischerbooten. Hier steht auch die mittelalterliche Brunnenanlage Fonte dei Canali.
- Cittadella: Die befestigte Fürstenresidenz aus dem 15. Jahrhundert, entworfen von Andrea Guardi, beherbergt heute das Archäologiemuseum des Gebiets von Populonia.
- Castello e Fortezza: Die Festung entstand rund um ein pisanisches Stadttor von 1235 und wurde bis ins 19. Jahrhundert mehrfach umgebaut. Heute ist hier ein Museum, unter anderem mit mittelalterlicher Keramik.

Planen Sie für den Rundgang zwei bis drei Stunden ein. Parkplätze finden Sie am Rand der Altstadt; die Gassen selbst erkunden Sie am besten zu Fuß.
Markt in Piombino: Mittwoch
Jeden Mittwochvormittag von etwa 8 bis 13 Uhr ist der große Wochenmarkt in der Via Ferrer. Es gibt Obst, Gemüse, Käse, Wurst und Porchetta, dazu Kleidung, Schuhe und Haushaltswaren. Der Markt ist gut besucht – kommen Sie am besten früh. Weitere Märkte in der Nähe: San Vincenzo (Samstag), Venturina Terme (Freitag) und Suvereto (Montag).
Strände rund um Piombino
- Salivoli: Stadtnahe Bucht mit Jachthafen und kleinen Strandabschnitten, gut für einen kurzen Sprung ins Meer.
- Golf von Baratti: Halbrunde Bucht mit Sandstrand und Pinienwald, direkt neben der Etruskerstätte Populonia – einer der schönsten Strände der Etruskerküste.
- Sterpaia: Lange, naturbelassene Sandstrände im Küstenpark zwischen Piombino und Follonica, mit viel Platz und Schatten im Pinienwald.
Mehr Tipps finden Sie bei den Stränden der Toskana.
Von Piombino nach Elba
Vom Fährhafen Piombino fahren mehrere Reedereien das ganze Jahr nach Portoferraio, in der Saison auch nach Rio Marina und Cavo. Die Überfahrt nach Portoferraio dauert etwa eine Stunde. In den Sommerferien ist es sinnvoll, mit Auto oder Wohnmobil vorab zu buchen. Alles Weitere zur Anreise nach Elba.
Unterkunft in Piombino finden
Häufige Fragen zu Piombino
Wann ist Markt in Piombino?
Der Wochenmarkt ist jeden Mittwochvormittag, etwa von 8 bis 13 Uhr, in der Via Ferrer.
Was kann man in Piombino sehen?
Die Altstadt mit Torrione und Rivellino, die Fußgängerzone Corso Vittorio Emanuele II, die Aussichtsterrasse Piazza Bovio mit Blick auf Elba, den kleinen Fischerhafen, die Concattedrale di Sant’Antimo, die Cittadella mit dem Archäologiemuseum sowie Castello und Fortezza.
Lohnt sich die Altstadt von Piombino?
Ja. Viele fahren nur zur Fähre nach Elba durch, dabei ist die kompakte Altstadt in zwei bis drei Stunden zu Fuß gut zu erkunden – vor allem die Piazza Bovio zum Sonnenuntergang lohnt sich.
Wo kann man bei Piombino baden?
Stadtnah in Salivoli, nördlich im Golf von Baratti und an den langen Sandstränden der Sterpaia Richtung Follonica.
Wie komme ich von Piombino nach Elba?
Vom Hafen Piombino fahren mehrere Reedereien das ganze Jahr nach Portoferraio, in der Saison auch nach Rio Marina und Cavo. Die Überfahrt nach Portoferraio dauert etwa eine Stunde; in den Sommerferien sollten Sie mit Auto oder Wohnmobil vorab buchen.







