Strände der Toskana
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Die Toskana hat rund 400 Kilometer Festlandküste: lange, flach abfallende Sandstrände in der Versilia und der Maremma, Felsbuchten an der Livorneser Küste und am Monte Argentario, dazu die Inselstrände von Elba und Giglio. 20 Küstengemeinden tragen 2026 die Blaue Flagge. Hier stellen wir die schönsten Strände von Nord nach Süd vor – mit Übersichtstabelle und praktischen Tipps.
Strände der Toskana auf einen Blick
- Für Familien: Lido di Camaiore, San Vincenzo, Marina di Grosseto, Feniglia – feiner Sand, flach ins Wasser
- Für Naturfans: Naturpark der Maremma, Parco della Sterpaia, Lecciona bei Viareggio
- Zum Schnorcheln: Quercianella, Castiglioncello, Monte Argentario, Insel Giglio
- Fotomotive: Cala Violina (im Sommer nur mit Reservierung), Golf von Baratti
- Blaue Flagge 2026: 20 Gemeinden von Carrara bis Monte Argentario (neu dabei)
- Ruhig und abgelegen: unsere Geheimtipps für ruhige Strände
Küste und Meer der Toskana
Italien hat rund 7.600 Kilometer Küste (Wikipedia). Die Toskana ist daran mit 397 Kilometern Festlandküste beteiligt, zusammen mit den Inseln des Toskanischen Archipels sind es 633 Kilometer. Viele sagen, die toskanischen Strände seien die schönsten von ganz Italien. Das soll jeder für sich selbst entscheiden.
Der toskanische Küstenabschnitt ist Teil des Tyrrhenischen Meeres, das sich Norden im Ligurischen Meer fortsetzt. Das Tyrrhenische Meer begrenzt nicht nur die italienische Küste, sondern umschließt auch die großen Inseln Sardinien und Korsika sowie den kleineren Inseln Elba, Giglio, Montecristo und andere des toskanischen Archipels.
Im Folgenden stellen wir die schönsten Strände von Nord nach Süd vor. Wer die Küste lieber mit dem Auto Etappe für Etappe erkunden möchte, findet die passenden Routen in unserer Küstentour durch die Toskana.

Die schönsten Strände der Toskana im Überblick
Die Tabelle zeigt die bekanntesten Strände von Nord nach Süd. Details zu jedem Abschnitt finden Sie darunter.
| Strand | Ort / Region | Untergrund | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Marina di Carrara, Marina di Massa | Massa-Carrara | Sand | Familien, Strandbäder |
| Forte dei Marmi | Versilia | Sand, breit | Flanieren, Strandbäder |
| Lido di Camaiore | Versilia | Sand, sehr flach | Kleine Kinder |
| Viareggio, Lecciona | Versilia | Sand, Dünen | Promenade bzw. Natur |
| Marina di Pisa | Pisa | Kies, geschützte Buchten | Ruhige Badetage |
| Tirrenia, Calambrone | Pisa | Sand, Pinienwald | Familien |
| Quercianella, Calignaia | Livorno | Fels und Kies | Schnorcheln |
| Castiglioncello | Rosignano Marittimo | Felsbuchten, Sand | Schnorcheln, Paare |
| Spiagge Bianche | Rosignano Solvay | weißer Sand | Fotomotiv (umstritten) |
| Marina di Cecina | Cecina | Sand und Kies | Familien, Wassersport |
| San Vincenzo, Rimigliano | San Vincenzo | Sand, sehr flach | Kinder, Natur |
| Golf von Baratti | Piombino | dunkler Sand | Strand und Etrusker-Kultur |
| Parco della Sterpaia | Piombino | Sand, Dünen | Freier Strand, Hunde |
| Follonica | Grosseto | Sand | Familien, Sonnenuntergang |
| Cala Violina | Scarlino | feiner Quarzsand | Natur (Reservierung im Sommer) |
| Castiglione della Pescaia | Grosseto | Sand | Familien, Ortsstrand |
| Marina di Grosseto | Grosseto | Sand, Pinienwald | Familien, freie Strände |
| Marina di Alberese | Naturpark Maremma | Sand | Natur pur |
| Giannella | Orbetello | Sand | Wind- und Kitesurfen |
| Feniglia | Orbetello | Sand, Pinienwald | Familien, Ruhe |
| Monte Argentario | Grosseto | Kies- und Felsbuchten | Bootstouren, Schnorcheln |
| Insel Giglio | Grosseto | Sand und Kies | Tauchen, Schnorcheln |
Versilia und die Küste bei Pisa
Marina di Carrara, Marina di Massa und Forte dei Marmi
Im Norden beginnt die toskanische Küste mit den hellen Sandstränden der Versilia. Seebäder wie Marina di Carrara, Marina di Massa und Forte dei Marmi reihen sich hier fast nahtlos aneinander, im Hintergrund ragen die Marmorberge der Apuanischen Alpen auf.
Forte dei Marmi mit seiner Seebrücke, seinen Boutiquen und Cafés ist der mondänste Ort der Versilia und hat besonders breite Strände. Wie fast überall in Italien werden sie von sogenannten Bagni bewirtschaftet – kleinen Strandbetrieben, die Liegen und Sonnenschirme vermieten und Getränke und Snacks servieren. Frei zugängliche Strandabschnitte (spiaggia libera) sind in der Versilia eher selten.
Lido di Camaiore
Langgestreckter Sandstrand, eine der sehr gepflegten kostenpflichtigen Badeanstalten, nur wenig öffentlich-freier Strand. Das Wasser geht flach und weit hinaus, deshalb auch für Kinder ein wahrer Traum. Es finden sich genügend Freunde, mit denen die Zwerge zusammen Sandburgen bauen, so haben Papa und Mama Ruhe zum Entspannen.
Von Lido di Camaiore zieht sich die Strandpromenade etwa 5 km bis Viareggio, eine überbreite Fußgängerzone, gesäumt von Restaurants und Eisdielen, der Treffpunkt von Jung und Alt in den Abendstunden. Für viele, insbesondere Familien, ist allein das ein Grund, dort den Urlaub zu verbringen.
Unterkunftstipp:
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Viareggio und Torre del Lago
Viareggio im Süden der Versilia ist bekannt für seine Strandpromenade, die Passeggiata, mit ihren Jugendstil-Fassaden und dem traditionsreichen Gran Caffè Margherita, in dem schon Giacomo Puccini Stammgast war. Mehr über die Stadt lesen Sie in unserem Viareggio-Porträt.

Südlich von Viareggio schließt sich der Strand von Marina di Torre del Lago an. Der Ort Torre del Lago selbst liegt wenige Kilometer landeinwärts am Lago di Massaciuccoli und ist bekannt durch die Puccini-Freiluftopern, die seit 1930 zu Ehren des Komponisten aufgeführt werden, der hier einen großen Teil seines Lebens verbrachte. Zwischen Viareggio und Torre del Lago liegt mit der Lecciona außerdem einer der schönsten Naturstrände der Versilia – mehr dazu bei den ruhigen Stränden der Toskana.
Unterkunftstipp:
Marina di Pisa

Ein Muss für jeden Toskana-Besucher ist der Schiefe Turm von Pisa. Aber bei weitem nicht alle Besucher kennen die quirlige Innenstadt von Pisa. Die Universitätsstadt ist jung und lebendig – und von dort sind es nur rund 10 km bis ans Meer.

10 km von Pisa entfernt liegt der Badeort Marina di Pisa an der südlichen Seite der Arno-Mündung. Es sind dort kleine Badebuchten mit Kies, die umsäumt sind von gewaltigen Natursteinrondellen. Das hält die Wellen ab und somit sind die Buchten angenehm seicht und sehr gut für Kinder geeignet. Sehenswert sind die Patrizierhäuser des 19. Jahrhunderts an der Zufahrtstraße aus Pisa. Entlang des Arno sind Liegeplätze für Gäste, die mit ihrem Boot dem Ort einen Besuch abstatten möchten.
Unterkunftstipp:
Tirrenia und Calambrone
Wenige Kilometer südlich von Marina di Pisa liegt Tirrenia. Die breiten Sandstrände liegen hier hinter einem ausgedehnten Pinienwald und sind deutlich weniger felsig als in Marina di Pisa – eine gute Wahl für alle, die von Pisa aus einen entspannten Strandtag einlegen möchten.
Livorno und die Etruskerküste
Livorno und Quercianella
Die Küste von Livorno ist steil und felsig. Schön ist es, auf der SS1 – Via Aurelia – an der Küste entlang zu fahren. Es gibt einige Restaurants auf den Felsenklippen, die einen wunderschönen Ausblick aufs Meer gewähren. Die Preise sind etwas gehoben, dafür wird man durch ein einmaliges Ambiente entschädigt.
Quercianella südlich von Livorno ist ein kleiner Ort, eingeklemmt zwischen Felsen und Meer. Es gibt kleine Badebuchten mit Kies zwischen riesigen Felsbrocken. Interessant ist es auf den Felsen. Man findet an den Felsoberflächen Ausbuchtungen, die die alten Römer in die Felsen eingeschlagen haben, so dass quasi Badewannen entstanden sind. Seit diesen historischen Zeiten legen sich die Badegäste an heißen Tagen in diese Ausbuchtungen und lassen die schwachen Meereswellen leicht über sich strömen – Wellness auf livornesisch.
Unterkunftstipp:
Castiglioncello und die Spiagge Bianche
Südlich von Livorno bleibt die Küste felsig. Kleine Felsbuchten wie die Calignaia unterhalb einer großen Brücke sind ideal zum Schnorcheln. Castiglioncello (Gemeinde Rosignano Marittimo) ist ein elegantes Seebad mit kleinen Buchten zwischen Felsen und Pinien; der Strand trägt 2026 die Blaue Flagge.
Wenige Kilometer weiter südlich, bei Rosignano Solvay und Vada, liegen die „Spiagge Bianche“: rund 5 km schneeweißer Sand und türkisfarbenes Wasser. Die Farbe ist allerdings nicht natürlich – sie stammt von Kalkrückständen, die das Solvay-Chemiewerk seit Jahrzehnten ins Meer leitet. Die Umweltbehörde ARPAT stuft das Wasser als badetauglich ein (außer nahe den Einleitungen), Umweltverbände kritisieren jedoch die Belastung des Meeresbodens.
Marina di Cecina

Die Provinz Livorno zieht sich etwa 90 km entlang der Toskana-Küste (www.costadeglietruschi.it) mit einer Vielzahl von schönen Badeorten. Etwa in der Mitte der Provinz liegt Marina di Cecina, sehr gut erschlossen mit allen Wassersportmöglichkeiten und einem großen Bootshafen für Feriengäste, die auf dem Wasser anreisen.
Wenn Sie von der SS1 – Via Aurelia – kommen und in Richtung „Marina“ fahren, finden Sie rechterhand einen langgezogenen Strand mit feinem dunklem Kies, linkerhand kommen Sie in Sandbereiche.

Die Strände sind vorwiegend kostenpflichtige Badeanstalten, teilweise mit Pinien begrünt, und immer wieder unterbrochen von frei zugängigen Strandabschnitten. Am besten Sie parken Ihr Fahrzeug und laufen die Strände probehalber ab und suchen sich Ihren perfekten Strandabschnitt. Denken Sie auch daran, dass Sie an den freien Strandabschnitten evt. Liegen und Schirm selbst mitbringen müssen. Sehr praktisch und leicht zu handhaben sind Strandmuscheln. Und bitte verlassen Sie Ihren Liegeplatz wieder aufgeräumt, damit unsere Strände auch im Folgejahr wieder die „Blaue Flagge“ erhalten.
Unterkunftstipp:
San Vincenzo
Etwa 30 Kilometer südlich von Cecina liegt der kleine Hafenort San Vincenzo. Südlich von San Vincenzo beginnt ein Sandstrand, eingesäumt von einem Pinienwald. Der Strand besteht aus relativ feinem Sand und verläuft sehr flach ins Wasser. Aus diesem Grund ist der Strand besonders für Kinder geeignet. Noch etwa 20 Meter vom Ufer entfernt befinden sich einzelne Sandbänke, über denen das Wasser teilweise nur hüfttief ist.
Obwohl es Rettungsschwimmer gibt, sollten Sie Ihre Kinder trotz der guten Bedingungen jedoch stets beaufsichtigen. Auch hier weht die „blaue Flagge“, das Wasser ist von guter Qualität. Müll liegt nicht herum. An den Zugängen zum Strand befinden sich Duschen, die Sie zumeist kostenlos nutzen dürfen.
Parken: Verlassen Sie San Vincenzo auf der VIA DELLA PRINCIPESSA nach Süden, stoßen Sie nach kurzer Zeit auf die Parkplätze des ersten Strandabschnitts. Sie müssen entlang der Straße auf den ausgezeichneten Parkplätzen (blaue Umrandung) parken. Die Parkplätze sind in der Saison gebührenpflichtig.
Der Strand im Parco di Rimigliano zieht sich über mehrere Kilometer; die mittleren Abschnitte an heißen Sommertagen am wenigsten überlaufen sind (von San Vincenzo etwa 2-3 Kilometer nach Süden). Sobald Sie geparkt haben, müssen Sie noch etwa 50-100 Meter auf den vorgegebenen Wegen durch den Pinienwald, dann haben Sie den Strand erreicht.
Unterkunftstipp:

Golf von Baratti und Parco della Sterpaia
Zwischen San Vincenzo und Piombino öffnet sich der Golf von Baratti, eine weite Bucht mit dunklem, metallisch schimmerndem Sand – die Farbe stammt von Eisenschlacke aus der Etruskerzeit, als hier Erz von Elba verhüttet wurde. Über der Bucht liegen das mittelalterliche Populonia und der Archäologiepark mit etruskischen Gräbern, Strand und Kultur lassen sich also gut verbinden. Es gibt freie und kostenpflichtige Abschnitte; die Parkplätze sind gebührenpflichtig, im Sommer lohnt es sich, früh zu kommen.
Südlich von Piombino Richtung Follonica liegt der Parco Naturale della Sterpaia (Blaue Flagge 2026): rund 10 km Sandstrand mit Dünen und schattigem Wald, größtenteils frei zugänglich, mit Picknickplätzen und einem Bereich für Hunde. Am Abschnitt Torre Mozza fällt das Wasser flach ab – gut für Kinder.
Strände der Maremma
Follonica
Der Ort Follonica markiert eine der schönsten und längsten Buchten des Tyrrhenischen Meeres. Sie erstreckt sich von Piombino, dem Fährhafen für die Schiffe nach Elba, bis Punta Ala, das Eldorado der Segler. Follonica liegt etwa in der Mitte dieser Bucht, man kann nach beiden Seiten lange Strandwanderungen unternehmen.
Der Ort selbst reicht bis an die Küste mit einem fröhlichen, bunten Abendgewimmel in der Fußgängerzone. Wenn man einige 100 m vom Ort entfernt ist, wird es ruhiger. Die Bucht besticht durch ihren weitgezogenen Strand mit feinstem Sand und durch Sonnenuntergänge, die annähernd täglich ein Naturschauspiel der Extraklasse sind.
Unterkunftstipp:

Cala Violina
Die Bucht im Naturschutzgebiet Bandite di Scarlino zwischen Follonica und Punta Ala gilt als einer der schönsten Strände der Toskana. Ihren Namen hat sie vom feinen Quarzsand, der beim Gehen „singt“ wie eine Geige. Vom Parkplatz Val Martina sind es rund 1,8 km zu Fuß. Vom 1. Juni bis 30. September 2026 ist der Zugang auf 700 Personen pro Tag begrenzt und nur mit Online-Reservierung möglich. Mehr dazu in unseren Tipps für ruhige Strände in der Toskana.
Rocchette
Südlich von Punta Ala auf der Straße nach Castiglione della Pescaia sieht man einen Wegweiser nach Rocchette. Wenn man in diese Straße einbiegt und bis zum Ende durchfährt, kommt man zu einem kostenpflichtigen Parkplatz, von dem aus man nach gut 50 m den Strand erreicht.
Es gibt eine Badeanstalt und ein preisgünstiges Familienrestaurant direkt am Wasser, man isst oder trinkt seinen Kaffee wie auf einer Kanzel über dem Meer. Der Strand ist von feinem gelben Sand. Am rechten Rand sind Felsformationen, nach links ist ungehinderter Strandzutritt. Wer einmal hier war, wird diesen schönen Strandabschnitt nicht mehr vergessen. Im Sommer ist hier viel los, aber im Herbst und Frühling ist es ruhig und geradezu romantisch.
Unterkunftstipp:
Castiglione della Pescaia
Dieser Ort wird wohl zu Recht als der schönste Küstenort der Toskana bezeichnet. Er wird überragt von einer bewohnten Burg, unmittelbar darunter eine große Freiluftterrasse mit einer bezaubernden Aussicht über das Meer und bei klarer Sicht bis zu den vorgelagerten Inseln.
An der etwa ein Kilometer langen Strandpromenade (nur für Fußgänger) ist ein Kinderspielplatz, Treffpunkt für Kinder und Eltern. Dazu Eisdielen, Lokale und Badeanstalten, aber auch genügend freie kostenlos Zugänge zum feinen Sandstrand.
Wie überall in Italien ist der Zugang zum Meer grundsätzlich für jedermann frei, auch die kostenpflichtigen Badeanstalten lassen direkt am Wasser einen schmalen Streifen frei, auf dem man ungestört gehen kann. Der weitläufige Strand wird unterbrochen durch den Zufluss der „Bruna“, dort ist auch der Bootshafen. Hier legen die Fischer an und man kann direkt am Hafen fangfrischen Fisch kaufen.
Richtung Marina di Grosseto (siehe unten) beginnt der frei zugängige Pinienwald mit seinem ganz besonderen Strand, Richtung Punta Ala erstrecken sich weitere Badeanstalten und freie Strandabschnitte.
Unterkunftstipp:
Marina di Grosseto
Noch vor Jahren
war Marina di Grosseto ein reiner Sommerort, mittlerweile ist hier das ganze Jahr über „geöffnet“. Erst vor kurzem ist die Uferpromenade fertig gestellt worden, ein Fußgängerbereich von mehr als einem Kilometer Länge mit den Badeanstalten, Restaurants und Eisdielen.
Der Strand ist feinsandig, das Wasser ist flach bis weit ins Meer hinein, breit angelegt und somit perfekt für Jung und Alt. Längst hat es sich herumgesprochen, dass auch der Frühling und Herbst gut geeignet sind für einen erholsamen Strandaufenthalt. Eingegrenzt wird der Strand von Marina durch kilometerlange Pinienhaine, die sich auf der einen Seite etwa 5 km nach Principina a Mare und auf der anderen Seite etwa 8 km nach Castiglione della Pescaia hinziehen.
Diese Pinienstrände mit etwa 50 m Sandstrand zwischen Meer und Wald sind frei zugängig, man muss sich alles selbst mitbringen und genießt kostenlos die Schönheit des sommerlich sanften Mittelmeeres. Da die Pinienstrände abseits von Marina di Grosseto nicht besonders strukturiert sind (es gibt keine Toiletten, Duschen und keine Strandaufseher) gilt an diesen langen Abschnitten nicht die „Blaue Flagge“, trotzdem sollen sie hier erwähnt werden.
Erwähnenswert ist auch der Campingplatz „Le Marze“ etwa in der Mitte zwischen Marina und Castiglione. Er liegt mitten in den Pinien und kurzer Anbindung ans Meer. Vom Campingplatz und von den freien Parkplätzen geht es etwa 100 m durch den Wald und man findet dann den kilometerlangen Sandstrand und ganz bestimmt genügend Platz zum Ruhen und Spielen. Schirm, Liegen und Getränke bringen Sie selbst mit, das ist auf den Trampelpfaden nicht so bequem, aber nicht wirklich problematisch.
Unterkunftstipp:
Naturpark der Maremma
Zwischen Principina a Mare und Talamone liegt der Naturpark der Maremma (Parco Regionale della Maremma). Bekannt ist die Region für ihre weißen Maremma-Rinder und die Butteri, die Cowboys der Maremma. Wer naturbelassene Strände ohne Badeanstalten sucht, ist hier richtig – etwa am Strand von Marina di Alberese, der über die Zufahrtsstraße des Parks erreichbar ist. Im Sommer ist die Zufahrt begrenzt und das Parken kostenpflichtig, früh kommen lohnt sich.
Mehr dazu lesen Sie bei den Sandstränden der Maremma und in unseren Geheimtipps für ruhige Strände in der Toskana.
Monte Argentario, Orbetello und die Inseln
Monte Argentario

Der Monte Argentario ist ein bevorzugter Rückzugsort der erholungssuchenden Römer. Die Halbinsel, etwa 15 Kilometer von der Schnellstraße SS 1 – Via Aurelia – entfernt, ist Zweitwohnsitz vieler angesehener italienischer Familien. Die Preise in Restaurants und Eisdielen bewegen sich im oberen Bereich, dafür ist die Gegend wirklich schön, gepflegt, und eine gute Mischung aus Fischerdorf und mondänen Exklusiv-Boutiquen.
Die Badestrände sind kleine Buchten, zum Teil schwer zu finden und im Sommer überlaufen. Etwas Einmaliges und Besonderes ist es, ein Boot zu mieten und die Halbinsel zu umrunden. Jetzt findet man einsame, verschlafene Buchten, die nur über das Meer erreichbar sind. Man ist plötzlich mit sich und der Natur alleine, obwohl man sich in einer hoch frequentierten Urlaubsregion befindet.
Im Hafen von Porto Santo Stefano, dem Hauptort des Monte Argentario, kann man Boote ausleihen. Man sollte etwas Erfahrung mit Booten auf dem offenen Meer haben oder gleich den Kapitän dazumieten. Möglich sind auch reine Badeausfahrten in Touristenbooten, mit denen man die Insel vom Meer aus erkundet und an besonders schönen Stränden Halt macht.
Giannella und Feniglia bei Orbetello
Zwei Landzungen (Tomboli) verbinden den Monte Argentario mit dem Festland und umschließen die Lagune von Orbetello. Die Giannella im Norden ist rund 8 km lang und hat feinen, goldenen Sand; dank guter Windverhältnisse ist sie ein beliebtes Revier für Wind- und Kitesurfer. Die Parkplätze entlang der Straße sind meist gebührenpflichtig. Die Feniglia im Süden (rund 6–7 km) ist autofrei und von einem geschützten Pinienwald gesäumt – ideal für Familien, die es ruhiger mögen.
Insel Giglio
Porto Santo Stefano ist auch der Fährhafen für die Schiffe zur Insel Giglio, mit ganzjährig täglich mehrfachen Verbindungen. Die Überfahrt dauert etwa eine Stunde, dann hat man diese kleine, bezaubernde Insel erreicht. Ein Auto ist nicht nötig, wenn man einigermaßen gut zu Fuß ist, die Insel ist klein und übersichtlich, die wenigen Straßen sind für Autos eher nicht geeignet.
Ein Anstieg führt vom Hafen zur mittelalterlichen Burg, das ist im Sommer schweißtreibend, aber wegen der unendlichen Aussicht sehr lohnend. Diese Burg scheint ein unverändertes Relikt aus dem Mittelalter zu sein, enge Gassen, in die kaum Sonnenstrahlen eindringen, mächtige Mauern der Burg und immer wieder bezaubernde Ausblicke aufs offene Meer. Der pittoreske Hafen von Giglio sieht aus, als wäre die Zeit vor 200 Jahren angehalten worden. Das Wasser um die Insel ist smaragdgrün und von ganz besonderer Klarheit, es gibt sogar Korallen und damit ist die Insel auch ein Paradies für Taucher.
Die vielen kleinen Strände von Giglio bestehen teils aus Kies, teils aus Sand (www.giglioinfo.it). Viele davon sind am besten über das Wasser erreichbar oder über Fußwege.
Unterkunftstipp:

Insel Elba
Elba hat so viele Buchten, dass wir ihnen eine eigene Seite gewidmet haben: die schönsten Strände von Elba. Die Fähre ab Piombino braucht rund eine Stunde – alles zur Anreise nach Elba.
Wasserqualität und Blaue Flagge 2026
Die Wasserqualität des Tyrrhenischen Meeres wird sowohl auf dem Meer als auch an den Küstenabschnitten laufend kontrolliert. Seit 1987 gibt es das Umweltsymbol „Blaue Flagge“ der FEE (Foundation for Environmental Education), das an besonders saubere Badestrände jährlich neu vergeben wird. Diese Auszeichnung ist eine gute Hilfe, um sicher zu sein, in reinem Meerwasser zu baden.
Insgesamt kann dem Tyrrhenischen Meer ein gutes Zeugnis ausgestellt werden, die Badebuchten der Toskana
werden seit Jahren positiv bewertet. Um durch FEE qualifiziert zu werden, muss ein Strand oder ein Bootshafen einen umfangreichen Kriterienkatalog erfüllen. Die Auszeichnung wird jedes Jahr neu geprüft und vergeben – ein Strand kann sie also auch wieder verlieren.
2026 wurden in der Toskana 20 Küstengemeinden mit der Blauen Flagge ausgezeichnet, durchgängig von Nord nach Süd: von Carrara und Massa über die Versilia, Pisa und die Etruskische Küste bis Castiglione della Pescaia, Grosseto, Orbetello und Monte Argentario (alle ausgezeichneten Badestrände HIER bei Blue Flag Strände in Italien).
- Massa-Carrara: Carrara (Marina di Carrara), Massa (Marina di Massa)
- Versilia (Lucca): Forte dei Marmi, Pietrasanta, Camaiore (Lido di Camaiore), Viareggio
- Pisa: Marina di Pisa, Tirrenia, Calambrone
- Livorno: Livorno (Quercianella), Rosignano Marittimo (Castiglioncello), Cecina, Bibbona, Castagneto Carducci, San Vincenzo, Piombino (Parco della Sterpaia), Marciana Marina (Elba)
- Grosseto: Follonica, Castiglione della Pescaia, Grosseto (Marina di Grosseto), Orbetello, Monte Argentario (neu 2026)
Beurteilt werden neben der Wasserqualität auch die Sauberkeit des Strandes und die sanitären Einrichtungen. Auf besonders bemerkenswerte Strände soll hier eingegangen werden. Fast alle hier vorgestellten Badeorte gehören zu den ausgezeichneten Gemeinden (Stand 2026), stehen also für einwandfreie Wasserqualität und gepflegte Strände. Das ist zum einen dem Umstand zu verdanken, dass es an der toskanischen Küste kaum Industrie gibt und zum anderen den regelmäßigen Kontrollen: Amtlich überwacht die Umweltbehörde ARPAT die Badegewässer, zusätzlich prüft die Umweltorganisation „Legambiente» jeden Sommer mit der Kampagne „Goletta Verde“ die Küsten.
Nicht zuletzt deshalb gibt es im tyrrhenischen Meer Wale und Delphine, die mit Ausflugsschiffen ab Livorno mit etwas Glück gesichtet werden können.

Tipps für den Strandurlaub in der Toskana
- Strandbad oder freier Strand: Die meisten Badeorte werden von Strandbädern (bagni) bewirtschaftet, die Liegen und Schirme gegen Gebühr vermieten. Dazwischen liegen freie Abschnitte (spiaggia libera), für die Sie Ihre Ausrüstung selbst mitbringen.
- Beste Zeit: Juni und September sind angenehm warm und deutlich ruhiger. Im August, besonders rund um Ferragosto (15. August), sind fast alle Strände voll.
- Mit Kindern: Flach abfallende Sandstrände wie Lido di Camaiore, San Vincenzo, Marina di Grosseto oder die Feniglia sind ideal – Tipps für Familien unter Camping mit Kindern.
- Mit Hund: An vielen Stränden gilt im Sommer Hundeverbot; es gibt aber ausgewiesene Hundestrände, zum Beispiel in der Sterpaia. Mehr unter Camping mit Hund in der Toskana.
- Übernachten am Meer: Plätze direkt am Strand finden Sie bei den schönsten Campingplätzen am Meer.
Sie suchen eher Einsamkeit als Strandbad-Komfort? Dann lesen Sie unsere Geheimtipps für ruhige Strände in der Toskana – von der Lecciona bis zur Cala del Gesso.
Häufige Fragen zu den Stränden der Toskana
Wo sind die schönsten Strände der Toskana?
Zu den bekanntesten zählen die Cala Violina bei Scarlino, der Golf von Baratti, die Strände von Castiglione della Pescaia und Marina di Grosseto, die Feniglia bei Orbetello sowie die Felsbuchten am Monte Argentario und auf Elba und Giglio.
Hat die Toskana Sandstrände?
Ja, der Großteil der Festlandküste besteht aus Sand, vor allem in der Versilia, um San Vincenzo und in der Maremma. Felsig und kiesig ist es an der Küste südlich von Livorno, am Monte Argentario und auf den Inseln.
Welche Strände in der Toskana haben 2026 die Blaue Flagge?
2026 sind 20 toskanische Küstengemeinden ausgezeichnet, darunter Forte dei Marmi, Viareggio, Pisa, Castiglioncello, Cecina, San Vincenzo, Follonica, Castiglione della Pescaia, Orbetello und neu Monte Argentario.
Welcher Strand in der Toskana ist gut für Kinder?
Flach abfallende Sandstrände wie Lido di Camaiore, San Vincenzo, Marina di Grosseto, die Sterpaia bei Torre Mozza oder die Feniglia bei Orbetello.
Sind die Strände in der Toskana kostenlos?
Der Zugang zum Meer ist frei, und es gibt viele freie Abschnitte (spiaggia libera). Liegen und Schirme in den Strandbädern kosten Gebühr, an Naturstränden zahlen Sie meist nur den Parkplatz. Die Cala Violina ist im Sommer reservierungspflichtig.
Wann ist die beste Zeit für einen Strandurlaub in der Toskana?
Juni und September bieten warmes Wasser und weniger Andrang. Juli und August sind am vollsten, besonders rund um Ferragosto am 15. August.







