Sehenswürdigkeiten in der Toskana
Inhalt
Die Toskana vereint weltberühmte Kunststädte, mittelalterliche Hügelorte, Weinlandschaften und eine lange Küste mit Inseln. Acht Stätten der Region stehen (teils gemeinsam mit anderen Ländern) auf der UNESCO-Welterbeliste. Diese Übersicht zeigt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Toskana und führt Sie zu unseren ausführlichen Detailseiten.
Top-Sehenswürdigkeiten der Toskana – auf einen Blick
- Florenz: Dom mit Brunelleschi-Kuppel, Uffizien, Ponte Vecchio
- Pisa: Schiefer Turm und Piazza dei Miracoli
- Siena: Piazza del Campo und Dom
- San Gimignano: die Stadt der Geschlechtertürme
- Lucca, Volterra, Pienza, Montepulciano, Arezzo: historische Städte abseits der großen Ströme
- Landschaft & Natur: Chianti, Val d’Orcia, Insel Elba, Thermen von Saturnia, Marmorbrüche von Carrara
Die 20 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Toskana
Unsere Auswahl reicht von den weltbekannten Klassikern bis zu Zielen, die viele Reisende erst auf den zweiten Blick entdecken. Die Reihenfolge folgt grob der Bekanntheit; zu fast jedem Ziel finden Sie bei uns eine ausführliche Detailseite.
- Dom und Kuppel in Florenz: Die Kathedrale Santa Maria del Fiore trägt Brunelleschis Kuppel, das Wahrzeichen der Stadt. 463 Stufen führen hinauf – der Blick über die roten Dächer lohnt jede davon. Mehr in unserer Stadttour Florenz.
- Uffizien (Florenz): Eine der bedeutendsten Gemäldesammlungen der Welt mit Botticellis „Geburt der Venus“ und Werken von Leonardo und Michelangelo. Montags geschlossen; Zeitfenster-Tickets vorab buchen. Weitere Häuser stellen wir unter Museen der Toskana vor.
- Ponte Vecchio (Florenz): Die Brücke mit ihren Goldschmiedeläden stammt in ihrer heutigen Form von 1345 und überstand als einzige Florentiner Arnobrücke den Zweiten Weltkrieg. Details: Ponte Vecchio in Florenz.
- Schiefer Turm und Piazza dei Miracoli (Pisa): Dom, Baptisterium, Camposanto und der Schiefe Turm bilden ein weißes Marmor-Ensemble auf grünem Rasen (UNESCO-Welterbe seit 1987). Der Aufstieg ist nur mit Zeitfenster-Ticket möglich – siehe Der Schiefe Turm von Pisa.
- Piazza del Campo und Dom (Siena): Der muschelförmige Platz ist Schauplatz des Palio, der Dom beeindruckt mit gestreiftem Marmor und Intarsienboden. Siehe Sehenswürdigkeiten in Siena.
- San Gimignano: 14 mittelalterliche Geschlechtertürme sind erhalten und prägen die Silhouette des bekanntesten Hügelorts. Früh morgens oder abends ist es am schönsten – unsere Stadttour San Gimignano zeigt die besten Ecken.
- Val d’Orcia: Sanfte Hügel, Zypressenalleen und einzelne Gehöfte – die Landschaft ist seit 2004 UNESCO-Welterbe. Im Ort Bagno Vignoni dampft ein Thermalbecken mitten auf dem Dorfplatz.
- Pienza: Papst Pius II. ließ seinen Geburtsort im 15. Jahrhundert zur Idealstadt der Renaissance umbauen. Bekannt ist Pienza auch für Pecorino – siehe Stadttour Pienza.
- Montepulciano: Die Renaissance-Stadt auf einem Hügelrücken ist Heimat des Vino Nobile. Von der Piazza Grande geht der Blick weit über Val di Chiana und Val d’Orcia – mehr unter Montepulciano.
- Stadtmauer von Lucca: Die vollständig erhaltene Mauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert ist heute ein rund 4 km langer Park für Spaziergänger und Radfahrer. Siehe Lucca in der Toskana.
- Volterra: Die Etruskerstadt hoch über dem Cecina-Tal ist bekannt für Alabaster, ihr römisches Theater und das Museo Guarnacci. Mehr unter Volterra.
- Chianti: Weinberge, Olivenhaine und Burgdörfer zwischen Florenz und Siena – ideal für Weinproben und Panoramastraßen. Siehe Chianti im Herzen der Toskana.
- Monteriggioni: Der Mauerring mit 14 Türmen wurde 1213–1219 von Siena erbaut und schon von Dante in der „Göttlichen Komödie“ erwähnt. Ein Teil der Mauer ist begehbar; ideal als Stopp zwischen Siena und Florenz.
- Abtei San Galgano: Die gotische Zisterzienserkirche bei Chiusdino hat kein Dach mehr – der Himmel bildet das Gewölbe. Auf dem Hügel darüber steckt in der Rundkirche von Montesiepi das „Schwert im Stein“.
- Arezzo und Cortona: In Arezzo lohnt der Freskenzyklus von Piero della Francesca, das etruskische Cortona thront über dem Val di Chiana. Mehr unter Arezzo.
- Insel Elba: Die größte Insel des Archipels bietet Sand- und Felsbuchten, Bergwanderungen und Napoleons Residenzen; die Fähre ab Piombino braucht rund eine Stunde. Siehe Elba.
- Cascate del Mulino in Saturnia: Rund 37 °C warmes Thermalwasser fließt über Kalksinterterrassen – kostenlos und rund um die Uhr zugänglich. Alle Tipps unter Terme di Saturnia.
- Marmorbrüche von Carrara: In den Apuanischen Alpen wird seit der Römerzeit weißer Marmor abgebaut; Touren führen in die Brüche. Mehr unter Carrara und Apuanische Alpen.
- Montecatini Terme: Der Kurort mit seinen Jugendstil-Thermen gehört seit 2021 zum UNESCO-Welterbe „Great Spa Towns of Europe“. Eine Standseilbahn fährt hinauf nach Montecatini Alto. Siehe Montecatini Terme.
- Naturpark Maremma: Der 1975 gegründete Park bei Alberese umfasst die Monti dell’Uccellina, Pinienwälder und unverbaute Strände; markierte Wege sind ticketpflichtig. Mehr unter Sandstrände der Maremma.
Übersicht: Sehenswürdigkeiten und Tipps
| Sehenswürdigkeit | Ort | Unser Tipp |
|---|---|---|
| Dom und Kuppel | Florenz | Kuppel-Aufstieg mit festem Zeitfenster vorab buchen |
| Uffizien | Florenz | montags geschlossen; früher Einlass ist am ruhigsten |
| Ponte Vecchio | Florenz | Blick vom Ponte Santa Trinita, am schönsten zum Sonnenuntergang |
| Schiefer Turm | Pisa | Turmticket mit Zeitfenster; Dom-Eintritt ist kostenlos, aber zeitgebunden |
| Piazza del Campo | Siena | am Palio-Tag (2. Juli, 16. August) sehr voll |
| Geschlechtertürme | San Gimignano | abends nach Abfahrt der Busse |
| Val d’Orcia | Pienza, San Quirico, Bagno Vignoni | Fotostopps morgens oder bei Abendlicht |
| Stadtmauer | Lucca | mit dem Leihrad einmal rundherum |
| Mauerring | Monteriggioni | kurzer Stopp auf dem Weg Siena–Florenz |
| Abtei San Galgano | Chiusdino | mit dem Schwert im Stein in Montesiepi kombinieren |
| Cascate del Mulino | Saturnia | früh morgens, Badeschuhe mitnehmen |
| Marmorbrüche | Carrara | geführte Tour in die Brüche |
| Naturpark Maremma | Alberese | im Hochsommer früh starten, Wasser mitnehmen |
Städte: von Florenz bis Cortona
Florenz
Die Hauptstadt der Toskana ist die Wiege der Renaissance; ihre Altstadt ist seit 1982 UNESCO-Welterbe. Pflichtprogramm sind der Dom Santa Maria del Fiore mit der Kuppel von Filippo Brunelleschi und dem Campanile von Giotto, die Uffizien mit Werken von Botticelli, Leonardo und Michelangelo sowie der Ponte Vecchio. Die Brücke mit ihren Goldschmiedeläden stammt in ihrer heutigen Form von 1345 und war die einzige Florentiner Arnobrücke, die 1944 nicht gesprengt wurde. Mehr dazu in unserer Stadttour Florenz; mit Kindern lohnt das Leonardo Interactive Museum.
Pisa
Der Schiefe Turm, ab 1173 als Glockenturm des Doms erbaut, bildet mit Dom, Baptisterium und Camposanto die Piazza dei Miracoli – seit 1987 UNESCO-Welterbe. Der Aufstieg ist nur mit Zeitfenster-Ticket möglich. Alles Wichtige lesen Sie unter Der Schiefe Turm von Pisa und Pisa und seine Sehenswürdigkeiten.
Siena
Sienas gotische Altstadt (UNESCO-Welterbe) dreht sich um die muschelförmige Piazza del Campo, auf der am 2. Juli und 16. August der Palio ausgetragen wird. Ebenso sehenswert sind der Dom mit seinem Marmorfußboden und der Palazzo Pubblico mit dem Torre del Mangia – siehe die schönsten Sehenswürdigkeiten in Siena.
San Gimignano
Die mittelalterlichen Geschlechtertürme machen San Gimignano zum bekanntesten Hügelort der Toskana (UNESCO-Welterbe seit 1990). Am schönsten ist die Stadt früh morgens oder abends, wenn die Tagesbesucher fort sind – unsere Stadttour San Gimignano zeigt die besten Ecken.
Lucca
Lucca ist von einer vollständig erhaltenen Stadtmauer umgeben, auf der Sie zu Fuß oder mit dem Rad rund um die Altstadt fahren können. Mehr unter Lucca in der Toskana.
Volterra
Die etruskische Gründung thront hoch über dem Cecina-Tal und ist bekannt für ihr Alabaster-Handwerk, das römische Theater und die Etruskerfunde im Museo Guarnacci. Mehr dazu auf unserer Seite zu Volterra.
Pienza, Montepulciano und das Val d’Orcia
Pienza wurde im 15. Jahrhundert von Papst Pius II. zur Idealstadt der Renaissance umgebaut und ist UNESCO-Welterbe, ebenso wie die Landschaft des Val d’Orcia mit ihren Zypressenalleen. Im nahen Montepulciano wird der Vino Nobile gekeltert. Details: Stadttour Pienza.
Arezzo und Cortona
In Arezzo lohnt vor allem der Freskenzyklus von Piero della Francesca in der Basilica di San Francesco. Das nahe Cortona gehört zu den ältesten Städten der Toskana und geht auf die Etrusker zurück.
UNESCO-Welterbe in der Toskana
Acht Welterbestätten liegen ganz oder teilweise in der Toskana:
- Historisches Zentrum von Florenz (1982)
- Piazza del Duomo in Pisa (1987)
- Historisches Zentrum von San Gimignano (1990)
- Historisches Zentrum von Siena (1995)
- Historisches Zentrum von Pienza (1996)
- Val d’Orcia (2004)
- Villen und Gärten der Medici (2013)
- Montecatini Terme als Teil der „Great Spa Towns of Europe“ (2021)
Ausführlich stellen wir sie unter UNESCO-Welterbe in der Toskana vor.
Natur, Küste, Inseln und Thermen
Chianti und Skulpturenpark
Zwischen Florenz und Siena liegt das Chianti mit Weinbergen, Olivenhainen und Orten wie Greve, Panzano und Castellina – siehe schöne Orte im Chianti. Ein ungewöhnliches Ziel ist der Skulpturenpark Chianti bei Pievasciata nahe Siena: 2004 von Rosalba und Piero Giadrossi gegründet, zeigt er zeitgenössische Installationen von Künstlern aus fünf Kontinenten in einem Eichenwald. Ab dem 29. März 2026 ist er täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Küste, Strände und Inseln
Von der Versilia bis zur Maremma reihen sich Sand- und Felsstrände aneinander – unsere Übersicht der Strände der Toskana hilft bei der Wahl. Die größte Insel des Toskanischen Archipels ist Elba mit Napoleons Residenzen und klaren Buchten.
Thermen, Berge und Marmor
Die Cascate del Mulino bei Saturnia sind frei zugängliche Thermalbecken mit rund 37 °C warmem Wasser – mehr unter Thermen der Toskana. Im Norden locken die Apuanischen Alpen und die Marmorbrüche von Carrara; im Süden der erloschene Vulkan Monte Amiata. Ein Kuriosum ist das versunkene Dorf Fabbriche di Careggine.
Besuch planen: Tickets, ZTL und Unterkunft
Tickets vorab buchen
Für die Uffizien, die Domkuppel in Florenz und den Schiefen Turm von Pisa gibt es Zeitfenster; in der Saison sind sie oft Tage im Voraus ausgebucht. Tickets und Führungen finden Sie z. B. bei GetYourGuide: Uffizien ohne Anstehen und Ticket für den Schiefen Turm und den Dom von Pisa.
Mit dem Auto: Vorsicht ZTL
Fast alle Altstädte – etwa Florenz, Pisa, Siena, Lucca und Arezzo – sind Zonen mit beschränktem Verkehr (ZTL, „Zona a traffico limitato“). Kameras erfassen jedes Kennzeichen; wer ohne Genehmigung einfährt, zahlt auch als Tourist rund 100 € pro Verstoß, bei Mietwagen kommt meist eine Bearbeitungsgebühr hinzu. Parken Sie auf ausgeschilderten Parkplätzen am Rand der Altstadt. Liegt Ihr Hotel in einer ZTL, geben Sie dem Hotel vorab Ihr Kennzeichen, damit es das Fahrzeug anmelden kann. Mehr zu Verkehrsregeln unter Straßenverkehrsordnung in Italien.
Beste Reisezeit
Für Städte und Besichtigungen sind April bis Juni sowie September und Oktober ideal: angenehme Temperaturen und weniger Andrang als im Hochsommer. Im Juli und August sind Florenz, Pisa und San Gimignano sehr voll – dann lieber früh morgens starten. Mehr unter beste Reisezeit für die Toskana.
Unterkunft finden
Wer mehrere Städte sehen möchte, wohnt am besten zentral – etwa in oder um Florenz oder im Chianti zwischen Florenz und Siena. Unterkünfte in Florenz gibt es z. B. bei Booking.com (Florenz). Einen Überblick über die Lage der Orte gibt unsere Toskana-Karte, weitere Ziele finden Sie unter die schönsten Städte der Toskana und UNESCO-Welterbe in der Toskana.
Häufige Fragen zu Sehenswürdigkeiten in der Toskana
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Toskana?
Der Dom mit Brunelleschis Kuppel, die Uffizien und der Ponte Vecchio in Florenz, der Schiefe Turm von Pisa, die Piazza del Campo in Siena und die Türme von San Gimignano. Dazu kommen Lucca, Pienza und das Val d’Orcia, das Chianti, Elba und die Thermen von Saturnia.
Welche Orte der Toskana sind UNESCO-Welterbe?
Die Altstädte von Florenz, Siena, San Gimignano und Pienza, die Piazza del Duomo in Pisa, das Val d’Orcia, die Medici-Villen und Montecatini Terme als Teil der Great Spa Towns of Europe.
Muss man Tickets für die Uffizien und den Schiefen Turm vorab buchen?
Empfehlenswert ist es. Für die Uffizien, die Domkuppel in Florenz und den Schiefen Turm gibt es Zeitfenster, die in der Saison oft Tage im Voraus ausgebucht sind.
Wie viele Tage braucht man für die Toskana?
Für Florenz, Pisa, Siena und San Gimignano sollten Sie mindestens fünf bis sieben Tage einplanen. Wer zusätzlich Val d’Orcia, Küste oder Elba sehen möchte, braucht eher zwei Wochen.
Kann man mit dem Auto in die Altstädte fahren?
In der Regel nicht: Die meisten Altstädte sind ZTL-Zonen mit Kameraüberwachung. Parken Sie am Rand und gehen Sie zu Fuß; Hotelgäste melden ihr Kennzeichen vorab beim Hotel an.
Welche Sehenswürdigkeiten der Toskana sind kostenlos?
Unter anderem die Cascate del Mulino in Saturnia, die Stadtmauer von Lucca, die Piazza del Campo in Siena, der Ponte Vecchio und die Landschaften von Chianti und Val d’Orcia.






