Auf den Spuren des Olivenanbaus in der Toskana

Olivenöl ist ein beliebtes Produkt, das in ganz Italien produziert wird. Es wird gerne konsumiert, und wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus. Für die Zubereitung von Mahlzeiten wird das flüssige Gold weltweit gerne genutzt.

Die Herstellung von Olivenöl hat in der Toskana ebenso eine lange Tradition wie der Weinanbau. Olivenanbau in der Toskana ist Teil der Kultur dieser Region. Der Olivenbaum wird in der Toskana seit vielen Jahrhunderten kultiviert, und so ranken sich auch dort Geschichten und Mythen um dieses Gewächs. Heutzutage bildet der Olivenanbau die Lebensgrundlage für viele toskanische Bauern, die in einer Höhenlage von 300 bis 500 Metern ihre Olivenhaine pflegen.

Obwohl die Toskana vor allem wegen des Weinanbaus berühmt ist, profitiert das produzierte Olivenöl durch eine frühe Ernte im Jahr, und ergibt ein besonders köstliches Endprodukt. Das Öl aus der Toskana ist als fruchtig, weich, goldgelb und qualitativ hochwertig bekannt. Frisches kaltgepresstes Olivenöl mit der Bezeichnung „extra vergine“ ist noch trüb und von grüner Farbe. Es enthält maximal ein Prozent Fettsäure, je weniger umso vorteilhafter. Daher ist es auch außerordentlich bekömmlich und wohlschmeckend.

Die Herstellung des hochwertigen Olivenöls

Hergestellt wird das Extra Vergine Olivenöl mit viel Aufwand. Der Arbeitsaufwand des Qualitätsprodukts rechtfertigt auch den hohen Preis. Am Anfang der Herstellung werden die Oliven meist manuell geerntet. Die halbreifen Oliven werden einzeln gepflückt oder in Auffangnetzen gesammelt. Letzteres ist begleitet vom Abstreifen der Oliven von den Zweigen des Olivenbaums.

Die Ernte der Früchte erfolgt mit besonderer Sorgfalt und Vorsicht, da Druckstellen an den Früchten sofort Auswirkungen auf die Qualität des Endprodukts haben. Steigt schon bei Ernte der Säuregehalt, ist das Olivenöl am Ende von schlechterer Qualität. Die Oliven werden nach der Ernte direkt zur Ölmühle transportiert, wo schwere Mühlsteine die Früchte zermahlen. Der entstehende Olivenbrei wird im Anschluss zwischen zwei Matten ausgepresst. Nun trennen sich Fruchtsaft und Fruchtfleisch, so dass das gewonnene Olivenöl abgeschöpft werden kann.

Olivenöl aus der Toskana ist in zertifizierter Qualität, als Olivenöl extra Toskana IGP, im Handel erhältlich. Das grüne Gold wird in der Toskana in vielen Gebieten angebaut. Welche Dörfer und Orte inmitten von Olivenhainen das sind, von Arezzo bis Pisa, über Siena und Florenz, wird im folgenden erläutert.

Die Region um Arezzo

Rund um Arezzo, vor allem im Gebiet Valdichiana, sind viele Traditionen erhalten geblieben. Castiglion Fiorentino, ist wegen seines traditionellen Handwerks ein Sinnbild der hier heimischen regionalen Kultur. Die Küche der Gegend profitiert von der Vielfalt an hochwertigen Produkten in dieser Region. So werden hervorragende Rot- und Weißweinen zu Gerichten mit edlem Trüffel und Käse serviert. Das hervorragenden lokale Olivenöl krönt jede einzelne Speise zusätzlich.

Die Region um Lucca

Durch das Valle del Serchio, Montecarlo, Versilia und Colline Lucchesi läuft die Wein- und Ölstraße. Die herrlich schöne Landschaft ist nicht die einzige Attraktion der Gegend um Lucca. Die ursprünglichen Aromen des ausgezeichneten extra nativen Olivenöls begleiten so manches lokale Gericht. Die deftige Küche bietet beispielsweise den Garmugia, einen regionalen Eintopf, oder auch die als Tordelli bekannten gefüllten Teigtaschen. Auch ausgezeichnete Liköre werden hier produziert, etwa der Biadina oder China Massagli.

Die Region um Siena

Siena ist ein Magnet für viele Italien – Reisende. Doch nicht nur die kleine Stadt, sondern auch die bedeutenden Anbauregionen für Oliven rund um Siena sind einen Besuch wert. Am bedeutendsten im Terre die Siena sind San Gimignano, Siena, Radiocondoli, Rapolana, Monteriggioni und Murlo.

Wegen seines Weines weltberühmt ist die Region Chianti. Hier sind unter anderem Radda in Chianti, Castellina in Chianti, Castelnuovo Berardenga und Poggibonsi wichtige Olivenanbaugebiete. Im idyllischen Val d’Orcia sind Pienza, Montalcino, Castiglione d’Orcia und San Quirico d’Orcia besonders sehenswert. Ähnlich malerisch ist das Gebiet Valdichina Senese mit den Orten Montepulciano, Sinalunga, Trequanda, Cetona, Chiusi und San Casciano dei Bagni gelegen. Auch hier werden exzellente Olivenöle produziert.

Die Region um Livorno

Die traditionelle Olivenölproduktion findet man auch in der Umgebung von Livorno. Das Hügelgebiet ist ideal für den Olivenanbau geeignet. Aus diesem sind hier auch einige der besten Anbaugebiete für extra native Olivenöle. Rund um Castagneto Carducci, Suvereto und Rosignano Marittimo finden sich erfahrene Olivenbauern und Olivenmühlen. Hier kann man bei einem Besuch direkt beobachten wie alte Traditionen und moderne Techniken für die Olivenölherstellung zusammenfinden.

Die Region um Grosseto

Die mit besten Olivenöle der Toskana werden in der Umgebung von Grosseto, in den Ortschaften Castel del Pian, Arcidosso, Seggiano und Cinigiano, hergestellt. Das besondere fruchtbare Anbaugebiet rund um den Monte Amiata eignet sich sehr gut für die italienische Landwirtschaft. Aus diesem Grund werden hier nicht nur Oliven, sondern auch Wein angebaut. Entlang der Gourmet- und Weinstraße Montecucco, gibt es viele typische, in der Region produzierte Spezialitäten, die man probieren sollte. Im Hinterland der Region kann man die Orte Semproniano, Scansano und Pitigiliano besuchen. An der Küstenseite findet man in Gavorrano, Capalbio, Roccastrada und Massa Marittima viele Produzenten sehr guter Olivenöle. Hier lässt es sich auch gut einkehren, um typisch regionale Spezialitäte, wie etwa Brotsuppe, zu probieren.

Die Region um Florenz

Wer die Toskana besucht, muss auch Florenz erkunden. Doch nicht nur die historische Stadt ist einen Besuch wert. Rund um Florenz finden sich viele vom Olivenanbau geprägte Orte. Die Wein- und Olivenölstraße Montalbano begeistert jedes Jahr zwischen November und Januar mit besonderen Einblicken in die Olivenernte. Orte wie Vinci und Greve in Chianti sind nicht nur bekannte Weinanbaugebiete, sondern auch gut geeignet für den Olivenanbau. Im Val di Pesa lohnt sich der Besuch eines Olivenbauers in einem der Orte San Casciano, Tavarnelle, Bagno a Ripoli, Montaione und Calenzano. Bei diesem Besuch bietet es sich auch an, die florentische Küche, bei der das regionale Olivenöl gerne genutzt wird, zu probieren. Es findet sich in Bruschetta und dem klassischen florentinischen Gemüseeintopf wieder.

Die Region um Pisa

Sollte man auf seiner Reise durch die Toskana in Pisa Station machen, so bietet sich ebenfalls ein kleiner Abstecher in die Umgebung an. Olivenbauern, die das hochwertige extra native Olivenöl produzieren, finden sich in Buti, Vicopisano, Riparbella und Montescudaio. Erstere liegen an der lokalen Ölstraße, die auf ihrem Weg durch die Berge ihren Besuchern eine herrliche Landschaft präsentiert. Nicht nur Olivenhaine, sondern auch Pinien- und Kastanienhaine säumen die vielen kleinen Wege für Wanderausflüge in der Umgebung von Pisa.

Letzte Aktualisierung: 04.10.2021

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