Mit dem Camper in der Toskana

Die Toskana ist für Deutsche eine der beliebtesten Urlaubsregionen Italiens, die in rund sieben Stunden Fahrtzeit mit dem Auto von München nach Florenz leicht über die Autobahn erreichbar ist. Bei der direkten Route über Mittenwald, Innsbruck und den Brennerpass bietet es sich an, auch mal einen Zwischenstopp am Gardasee zu machen, den man über die A22 passiert. So empfiehlt es sich die Ausfahrt Lago di Garda Nord (Riva) zu nehmen und dann an einem der beiden Uferseiten gen Süden zu fahren. Für die bessere Aussicht empfiehlt sich die Ostseite unterhalb des Monte Baldo, mehr Abenteuer bietet die untertunnelte Westseite.

Bevor es dann über Modena und Bologna weiter nach Florenz geht, ist Verona noch eine Besichtigung wert, das mit seiner Arena eines der schönsten römischen Amphitheater zu bieten hat. Wer dann abenteuerlustig ist und noch einen Abstecher nach Mailand im Westen oder Venedig im Osten machen möchte, sollte hierfür noch mindestens einen oder zwei Tage mehr einplanen, um diese sehenswerten Städte in seiner vollen Schönheit genießen zu können.

Auto und Wohnwagen, Zelt oder Wohnmobil?

Diese Frage hängt sicher sehr von den individuellen Vorlieben und Möglichkeiten ab, die Sie als Campingurlauber mitbringen. Nicht jeder kann oder möchte sich ein Wohnmobil leisten, wobei es natürlich auch die Möglichkeit gibt, sich ein solches je nach Ausstattung und Größe ab circa 100 Euro am Tag auszuleihen. So bequem und einfach die Reise selbst mit einem solchen Wohnmobil ist, so unpraktisch ist die Mobilität, wenn man dann vor Ort erst einmal sein Campinglager aufgeschlagen hat. Um vor Ort Besichtigungen zu machen oder mobil zu sein, muss man entweder jedes Mal wieder alles einpacken oder man hat noch ein Zweirad dabei, das zusätzlich Platz benötigt, falls es nicht gerade ein praktisches Klapprad ist.

Wer lieber mit dem eigenen Auto fährt und an seiner Anhängerkupplung einen Wohnwagen mitführt oder die Übernachtung im Zelt nicht scheut, ist in Punkto Flexibilität vor Ort sicher klar im Vorteil. Auch ist ein Wohnwagen sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt wesentlich günstiger zu haben, dafür ist so ein Gespann nicht jedermanns Sache, da es dem Fahrer auf der Fahrt viel mehr Vorsicht und Konzentration abverlangt. Wer deshalb lieber auf ein Zelt zurückgreift und dessen Komforteinbußen nicht scheut, spart nicht nur Kosten, sondern auch Benzin.

Welche Orte lohnt es sich zu besuchen?

Die Toskana zählt zu den beliebtesten Campingzielen der Deutschen und ist damit in etwa gleich beliebt wie die französische Atlantikküste. Die Region bietet zahlreiche sogar kostenlose Stellplätze, die insbesondere für Camper geeignet sind. Darunter Panzano im nördlichen Weingebiet Chianti, Vinci – dank Leonardo da Vinci weltbekannt – oder Pisa, das mit seinem schiefen Turm nicht nur Deutschen ein Begriff ist. Wer lieber Insel-Feeling und Meer bevorzugt, dem sei die Insel Elba im toskanischen Archipel nahe gelegt.

Die Hauptstadt Florenz wurde 1982 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und ist mit über vier Millionen Besuchern weltweit unter den vierzig meistbesuchten Städten. Sie ist auch für Michelangelo oder Galileo Galilei bekannt und mit rund 375.000 Einwohnern die achtgrößte Stadt Italiens. Für ihren guten Wein ist dabei auch die Region um Montepulciano bekannt, welcher neben Olivenöl zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Umsatzquellen der Region gehört. Aber auch Städte wie Arezzo, Grosseto oder Livorno gehören zu den wichtigen Stationen des Landes.

Was man sonst noch wissen sollte

Von Wildcampen wird in der Region explizit abgeraten, da die Auswahl an Campingplätzen sehr groß ist und die Kontrollen sehr scharf sind. Hohe Strafen ab 500 Euro sind hier absolut keine Seltenheit. Die Trinkwasserqualität ist in der Regel gut und man kann bedenkenlos das Leitungswasser trinken, zum Kochen ist es auf jeden Fall problemlos geeignet. Die Flüssiggasversorgung ist sichergestellt, auch wenn eher die kleineren Flaschen bis 3kg als die bei uns verbreiteten 5 oder 11kg Behälter üblich sind. Ein Entnahme-Set mit unterschiedlichen Adaptern sollte deshalb unbedingt mitgeführt werden.

Ein Campingurlaub in der Toskana lohnt sich also in jedem Fall und bietet dem Camperherz eine große Auswahl an verschiedenen Plätzen, die es sich absolut lohnt kennenzulernen. Das Kulturerbe und die Landschaft der Toskana sind einfach atemberaubend.

Letzte Aktualisierung: 11.05.2022

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